COLLAGE 1/17 Wo ist die Jugend?


Die Zeitschrift für Planung, Umwelt und Städtebau des FSU behandelt im ersten Heft des Jahres 2017 das Thema: «Wo ist die Jugend?» unter verschiedenen Aspekten (Jugend im frühen 21. Jahrhundert, Smartphone und Nomadentum, öffentliche Plätze als Schlüsselräume, Es braucht Raum und Zeit, Stadtentwicklung mit Jugendlichen im postkommunistischen Rumänien, Quartieraufwertung durch Tankstellenshop)
Schauen Sie sich um. Hier sitzen sie im Zugabteil nebenan, da stehen sie rum und kichern, sitzen als Lernende in Ihrem Büro hinter dem Bildschirm oder als Töchter und Söhne in ihren Zimmern und klicken sich durch Youtube-Videos. Sie sind überall, und meist fallen sie gar nicht auf, unsere Teenies.
COLLAGE macht sich auf die Suche nach unseren Jugendlichen und lässt Fachleute zu Wort kommen, die sich auf verschiedenen Ebenen direkt oder indirekt mit Jugendlichen und deren Welt auseinander setzen. Manche Aussagen widersprechen sich in wohltuender Weise. Bei genauerer Betrachtung entsteht ein Bild von einer in manchen Dingen vielfältigen Jugend, die sich den Raum ebenso vielfältig aneignet – doch zugleich von einer, die angepasst ist, die sich in schweizerischer Manier zurückzieht, die nicht präsent ist, weder im Raum noch in der Planung. Wir fragen nach den Gründen für das Eine wie das Andere und nach den Möglichkeiten, ihre Bedürfnisse gerade in Planungsprozesse einfliessen zu lassen.
Wo ist die Jugend? Und wo ist sie am liebsten, wenn sie draussen ist? In der vorliegenden COLLAGE kommen einige zu Wort. Sie sind tatsächlich gern draussen, ebenso unter sich oder gar für sich allein, wie auch mitten im Geschehen. Sie brauchen Orte des Rückzugs, jedoch vor allem auch solche zum Austausch. Diese Welt der Jugend ist also vielleicht gar nicht so verschieden von der Welt der Erwachsenen – und findet hoffentlich bald auch wieder vermehrt im öffentlichen
Raum statt.

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Veröffentlicht
09:52:00 16.03.2017