Der Bundesrat verzichtet vorerst auf Pilotversuche mit Mobility Pricing.


Zuerst will er am Beispiel des Kantons Zug auf theoretischer Ebene untersuchen, welche Auswirkungen dieses Instrument hätte. Mit Mobility Pricing sollen die Verkehrsspitzen geglättet und die Kapazitäten auf Strasse und Schiene besser genutzt werden. Wer zu Stosszeiten oder auf besonders stark befahrenen Strecken auf Strasse oder Schiene unterwegs ist, müsste mehr bezahlen.
Der Bundesrat ist zum Schluss gekommen, dass die Voraussetzungen für reale Pilotversuche derzeit nicht gegeben sind. Er hat das UVEK beauftragt, in einem nächsten Schritt lediglich eine Wirkungsanalyse durchzuführen, und zwar am Beispiel des Kantons Zug. Die Wirkungsanalyse soll Fragen zu Verkehrsspitzen und der Höhe der Tarife klären. Weiter soll sie dazu dienen, die Auswirkungen von Mobility Pricing auf Verkehr, Bevölkerung, Gewerbe und Umwelt besser abschätzen zu können.
Das UVEK betonte, Mobility Pricing sei ein Instrument zur Lösung von Kapazitätsproblemen und nicht zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur. Um Verkehrsspitzen zu brechen, brauche es auch weitere Massnahmen wie flexible Arbeitszeitmodelle, angepasste Unterrichtszeiten, Home Office oder Fahrgemeinschaften.

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Veröffentlicht
17:34:00 15.07.2017