Kampf um den urbanen Wohnraum


Die «jungen Alten» (Babyboomers in Rente) kehren in die Zentren zurück. Heutige Menschen wollen in den späteren Lebensphasen zentral wohnen. Die Babyboomer fühlen sich mit 65 oder 70 Jahren keineswegs alt, sie sind so gesund, mobil und unternehmungslustig wie keine gleichaltrige Generation vor ihnen. Die jungen Pensionäre suchen darum Konsum, Infrastruktur, Kultur, Unterhaltung und nicht zuletzt viele Sozialkontakte. Sie suchen die Urbanität. Diese erhöhte Nachfrage nach zentralem Wohnraum durch die Babyboomer wird kein temporäres Phänomen sein, denn den betagten Alten (80+) werden kurze Wege zu Infrastruktur, Medizin und Sozialkontakten noch wichtiger. Die zahlungskräftigen Rückkehrer «vom Land» werden auf junge Städter treffen. Vor allem in den sechs Grossstädten (über 100’000 Einwohner) sind die Altersklassen zwischen 25 und 40 Jahren massiv übervertreten. Die jungen Stadtbewohner verfügen im Durchschnitt nicht über die Zahlungskraft der Babyboomer. Dazu wird noch eine weitere Gruppe städtischen Wohnraum nachfragen: die künftigen Zuwanderer in die Schweiz, die die Babyboomer auf dem Arbeitsmarkt ersetzen müssen.

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Veröffentlicht
10:33:00 05.08.2017