COLLAGE 4/17 Mehrfachnutzung


Angesichts der Notwendigkeit, die Bodennutzung zu opti­ mieren, bietet das Teilen die Möglichkeit Ressourcen einzuspa­ ren, während die zunehmende Stärke der virtuellen sozialen Netzwerke die informelle Entwicklung des Gemeinschaftsge­ dankens fördert. Die Kunst, etwas gemeinsam zu nutzen, wird so als gesellschaftliche Antwort auf die zunehmende Individu­ alisierung (wieder) zu einer Lebensform. Dies im Rahmen eines alternativen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Modells, das dank Teilen und Zusammenarbeiten zu Innovationen führt. Ist also die gemeinschaftliche Nutzung von zusehends stärker unter Druck stehenden und vermarkteten ö entlichen Räumen eine Antwort auf das Bedürfnis jedes Einzelnen, einem solchen ö entlichen Raum im weitesten Sinne des Wortes – anzuge­ hören? Soll die gemeinschaftliche Nutzung geplant und an­ geordnet werden? Wirkt sich die Raumplanung hinderlich oder förderlich auf das Teilen aus? Ermöglichen Mehrfachnutzun­ gen eine dichtere Raumnutzung ohne physische Verdichtung? Und welches sind die Modelle, mit denen gemeinsam genutzte Räume verwaltet werden können?

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Veröffentlicht
22:38:00 09.09.2017