Bundesrat genehmigt Richtplan des Kantons Nidwalden


Der Kanton Nidwalden hat die Raumentwicklungsstrategie und den Siedlungsteil seines Richtplans überarbeitet. Der Bundesrat hat die Überarbeitung genehmigt. Die Raumentwicklungsstrategie lenkt zusätzliche Bevölkerung und Arbeitsplätze in die Zentren. In seiner Raumentwicklungsstrategie geht der Kanton Nidwalden von einem Bevölkerungswachstum von 4900 Personen beziehungsweise 12 Prozent zwischen 2015 und 2040 aus. Diese Annahme entspricht dem Szenario hoch des Bundesamts für Statistik (BFS). Das angenommene Wachstum wird je nach Zentralitätsstufe auf die Gemeinden verteilt. Während der Kantonshauptort Stans am stärksten wachsen soll, ist für die Gemeinden der «ländlich-touristischen Zentralitätsstufe» nur ein mässiges Bevölkerungswachstum vorgesehen. Die Raumentwicklungsstrategie geht davon aus, dass die Arbeitsplätze ebenfalls um 12 Prozent zunehmen werden. Zusätzliche Arbeitsplätze sollen in erster Linie in den Entwicklungsschwerpunkten entstehen, insbesondere in Stans und im Subzentrum Hergiswil.
Dem Bund erscheinen sowohl das «Siedlungsgebiet Wohnen» als auch das «Siedlungsgebiet Arbeiten» aufgrund der vorhandenen Bauzonenreserven und der erwarteten Entwicklung zu gross. Im Sinne eines Vorbehalts genehmigt der Bundesrat deshalb die Siedlungserweiterungsgebiete «Wohnen», welche unzureichend erschlossen sind oder sich in Gemeinden mit überdimensionierten Bauzonen befinden, vorerst bloss als Zwischenergebnis (anstelle einer Festsetzung). Dasselbe gilt auch für die vorgesehenen Siedlungserweiterungsgebiete «Arbeiten».

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Veröffentlicht
16:05:00 12.01.2018