Einkommens- und Energiearmut

Zusammenhang zwischen Einkommens- und Energiearmut sowie die Folgen energetischer Sanierungen für vulnerable Gruppen. Eine qualitative Analyse
Das Bundesamt für Wohnungswesen hat ein Forschungsprojekt unterstützt, welches den bis anhin weitgehenden Ausschluss von armutsgefährdeten und armutsbetroffenen Haushalten im energiepolitischen Diskurs untersucht. Die Gespräche zeigen, dass die meisten von Sanierung betroffenen Haushalte eine neue Wohnung suchen mussten und unterstreichen damit die in der Studie von den Bundesämtern für Wohnungswesen BWO und Energie BFE erarbeitete These, dass Mieter*innen kaum bis gar nicht von den aufgrund von energetischen Sanierungen zu erwartenden gesunkenen Energiekosten profitieren (B,S,S./Basler & Hofmann, Energetische Sanierung: Auswirkungen auf Mietzinsen, BWO/BFE 2014). Auffallend ist, dass vulnerable Gruppen zur Begleichung der Energiekosten oder zum Ausgleich von erhöhten Mietzinskosten vor allem beim Grundbedarf sparen. Kosteneinsparung beim Essen, bei den Kleiderausgaben oder im Bereich der Freizeit und Mobilität werden dabei am häufigsten genannt.

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Veröffentlicht
17:33:00 07.03.2019