Umweltverbände gehen in die Offensive für Biodiversität und Landschaft


In ihrer Medienmitteilung vom 26.3.2019 schreiben BirdLife Schweiz, Pro Natura, Schweizer Heimatschutz und Stiftung Landschaftsschutz Schweiz:“ … Die Verbände lancieren zwei Initiativen – eine für mehr Biodiversität und für die Landschaft und eine gegen die Verbauung der Schweizer Landschaft. … Die Biodiversitätsinitiative sieht vor, dass genügend Flächen und Geld für die Natur sichergestellt werden und verankert einen besseren Schutz von Landschaft und baukulturellem Erbe in der Bundesverfassung.

Adrian Schmid, Geschäftsführer des Schweizer Heimatschutzes fragt sich, was in Bundesbern schief läuft: «In den letzten Jahrzehnten beschlossen National- und Ständerat immer weitere und gravierende Abbaumassnahmen beim Schutz des baukulturellen Erbes und der Kulturlandschaften – auch ausserhalb der Bauzonen.» Allein im letzten Jahr entstanden deutlich über 2000 neue Bauten ausserhalb der Bauzone. Davon werden 400 zum Wohnen genutzt. «Wenn wir nicht handeln, wird bald jeder Quadratmeter der Schweiz zugebaut oder intensiv bewirtschaftet sein. Für eine vielfältige Natur und Landschaft bleibt so kein Platz», sagte Urs Leugger-Eggimann, Zentralsekretär von Pro Natura. Dieser Entwicklung tritt auch der vom Bundesrat Ende 2018 vorgelegte Entwurf zur zweiten Revisionsetappe des Raumplanungsgesetzes (RPG 2) viel zu wenig energisch entgegen. Die Landschaftsinitiative will daher klare Vorschriften zum Bauen ausserhalb der Bauzone in der Verfassung verankern. So ist sichergestellt, dass der Schutz der Landschaft nicht durch parlamentarische Vorstösse beliebig aufgeweicht wird», so Raimund Rodewald, Geschäftsleiter der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz.

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Veröffentlicht
20:25:00 06.04.2019