«New Highlander» leisten einen Beitrag zur Regionalentwicklung


Die Abwanderung im ländlichen Raum und in Berggebieten führt in den betroffenen Regionen zu Problemen wie der Überalterung oder dem Abbau von Dienstleistungen. Es gibt aber eine Gegenbewegung, die jüngst auch einen wissenschaftlichen Namen hat. Die sogenannten «New Highlander» sind hochqualifizierte Personen, die aufs Land ziehen, dort eine Firma gründen oder einen sozialen Beitrag leisten – dort wo Einheimische bisweilen keine Zukunft sehen.
In einer Masterarbeit der Universität Bern widmet sich die Autorin Rahel Meili einem bisher unerforschten Teil der Schweizer Gesellschaft: den Firmengründungen durch Zuzüger in Randregionen. Im Rahmen ihrer Arbeit hat Meili mit Menschen gesprochen, die sich bewusst dazu entschlossen haben, aus der Stadt in das periphere Berggebiet zu ziehen und ein Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen. Als Fallstudiengebiet diente der Kanton Graubünden. Ein Fazit: Mindestens so gross wie die wirtschaftlichen Leistungen, etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen, ist der soziale Beitrag, den Zuzügerinnen und Zuzüger in den Regionen leisten. Die Masterarbeit zeigt unter anderem auf, dass die betroffenen Ortschaften belebter werden und das bisher schlummernde Potenzial geweckt wird.

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Veröffentlicht
11:32:00 27.11.2015