Umsetzung des RPG im Wallis


Der Grossrat des Kantons Wallis hat im Dezember 2015 über die Umsetzung des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) beraten. Der Staatsrat sieht die Einführung eines Besiedlungsperi-meterkonzepts vor, um so die vom RPG vorgesehenen Auszonungen zu dämpfen. Ein solcher Besiedlungsperimeter entspricht dem Baulandbedürfnis der nächsten 30 Jahre. Alles, was den Bedarf der nächsten 15 Jahre überschreitet, wird einer Reservezone zugewiesen. Das Bauland in dieser blockierten Zone darf nicht bebaut werden, solange die „normale“ Bauzone nicht ausgeschöpft ist.
Die gesamte Bauzone beträgt 13‘200 Hektaren im Wallis, davon sind rund 10‘000 bereits bebaut. Die Bauzone für die nächsten 15 Jahre beläuft sich auf etwas mehr als 1‘000 Hektaren. 2‘000 Hektaren sollten gemäss RPG ausgezont werden. Das Konzept muss noch mit dem Bund besprochen werden.
Der Grosse Rat hat die Abschöpfung des Mehrwertes, der dank einer Einzonung entsteht, auf 20% festgelegt, dem im RPG vorgesehenen Minimalsatz.

Quelle: Le Nouvelliste


Veröffentlicht
10:49:00 25.03.2016